Fisch – eine Herausforderung

Das übliche Messer, das sogenannte Fleischmesser, ist nur bei sehr festen Fischen wie Aal, Rollmops, Stör oder Matjeshering erlaubt, ansonsten verwenden Sie das Fischbesteck. Dieses besteht aus einer flachen und breiten Gabel, ausgestattet mit kurzen Zinken, sowie aus einem stumpfen Messer ohne eingesetzte Klinge. Dieses wird auch Schieber genannt, da bei Fischfleisch keine Schneideleistung erforderlich ist. Der Grätenteller wird links eingedeckt.

Um den Fisch zu filetieren, ziehen Sie in einem ersten Schritt die Rücken-, Bauch- und Schwanzflosse ab. Ritzen Sie das Fleisch knapp hinter dem Kopf senkrecht ein. Anschließend lösen Sie das oben liegende Filet ab, indem Sie einen Schnitt vom Kopf bis zum Schwanz entlang des Rückgrats oder in der Mitte machen. Zuvor entscheiden Sie sich, ob Sie die Haut mitessen wollen. Wenn nicht, rollen Sie diese über das Messer auf und geben sie auf den Extrateller. Wenn die beiden oberen Filets verzehrfertig auf Ihrem Teller liegen, heben Sie die Gräten am Schwanzende mit Gabel und Messer hoch und nehmen sie mitsamt dem Kopf heraus. Die Bäckchen mancher Fischarten, unter den Augen gelegen, gelten als Delikatesse.

Sollte Sie der ganze Fisch am Tablett überfordern, bieten sich zwei Exitstrategien an: Sie bestellen ein Fischfilet oder Sie lassen vom geschulten Personal filetieren. In den Mund „verirrte“ Gräten werden möglichst diskret mit der Gabel am Tellerrand abgelegt.

Quelle: Knigge2day.at

Kleiner Knigge für Weinkenner

»Wein ist der zivi­li­sier­teste Gegen­stand der Welt«, hat Ernest Hemingway im Ange­sicht eines funkelnden Margaux geschrieben. Dass Wein anders getrunken wird als Whisky, war ihm klar. An Vorschriften für den Umgang mit feinem Wein hat es nie und nirgendwo gefehlt. Doch viele Gebote sind reines Zere­mo­niell, manche nur steife Etikette. Einige Regeln lohnt es, zu beher­zigen, auch wenn sie auf Wein­de­bü­tanten geküns­telt und wenig »lässig« wirken. Gegen sie zu verstoßen, ist zwar keine Kata­strophe, kann aber auf andere störend wirken.

Haltung und Genuss

Wein wird nicht getrunken. Er wird in kleinen Schlu­cken gekostet. Das »Maul voll Wein«, von dem gele­gent­lich die Rede ist, darf nicht wört­lich genommen werden. Es ist eine Meta­pher, um einen beson­ders herz­haften, animie­renden Wein zu beschreiben. Zum Kosten wird der Arm gehoben und das Glas zum Mund geführt. Ein banales, aber keines­wegs selbst­ver­ständ­li­ches Gebot. Viele Wein­trinker scheinen nämlich schnell schlapp zu machen und heben den Arm bereits beim zweiten Glas nicht mehr an. Statt­dessen sitzen sie, bräsig auf den Ellbogen gestützt, am Tisch und beugen sich über das Glas. Ein depri­mie­render Anblick, wenn­gleich nicht abzu­streiten ist, dass der Wein am Ende auch so seinen Weg zum Ziel findet.

Wenn der Wein das Glas verlässt, berührt er zuerst die Ober­lippe und wird dann vorsichtig durch die geöff­neten Lippen in die Mund­höhle einge­sogen. Das klingt ange­strengt, ist in Wirk­lich­keit aber eine höchst natür­liche, unver­krampfte Genuss­hal­tung. Viel anstren­gender und oben­drein unfein ist es, den Kopf – wie beim Trinken aus einem Maßkrug – in den Nacken zu werfen und den Wein in den weit aufge­ris­senen Mund laufen zu lassen. Eine solche Haltung verrät den Typus des gemeinhin in Bier­zelten anzu­tref­fenden »Kampf­trin­kers«.

Übri­gens sollte der Wein nicht gleich geschluckt, sondern auf der Zunge kurz »gewogen« werden. So kann sich der Geschmack entfalten. Das demons­tra­tive »Kauen« des Weins passt zu Wein­proben, am Tisch wirkt es eher deplat­ziert. Das Wein­glas muss nicht nach jedem Schluck abge­setzt werden. Man kann es durchaus in der Hand behalten, um einen zweiten Schluck zu nehmen, nachdem der erste durch die Kehle geronnen ist. Wer zwei, gar drei Züge hinter­ein­ander nimmt, outet sich als Trinker, nicht als Genießer. Gera­dezu bäurisch ist der Anblick jener Zeit­ge­nossen, die einen langen, tiefen Schluck zu sich nehmen und dann mit dicken Backen am Tisch sitzen und Mühe haben, den einver­leibten Wein zu verdauen. Durs­tige Menschen kommen bei feinem Wein sowieso nicht auf ihre Kosten. Ihnen ist Mine­ral­wasser zu empfehlen. Das Glas wird übri­gens nie am Kelch, sondern stets am Stiel ange­fasst – sofern es einen solchen aufweist. Einfache Land­weine werden gern aus kleinen Krügen mit Henkel getrunken und können manchmal sogar durst­lö­schend sein.

Korrekt:

Kleine Gläser können leicht mit zwei Fingern am Stiel zum Mund geführt werden, ohne dass die Balance verloren geht.

Korrekt:

Für Rotwein­gläser mit großem Kelch werden drei Finger gebraucht, um es sicher zu halten.

Korrekt:

Für einen schweren Pokal müssen manchmal vier Finger benutzt werden, um ihn sicher zu halten.

Deplatziert:

Ein Wein­glas am Fuß zu halten, ist Keller­meis­tern vorbe­halten, viel­leicht noch Wein­tes­tern. In Gesell­schaft wirkt es würdelos und deplat­ziert.

Unästhetisch:

Das Wein­glas mit der ganzen Hand am Kelch zu fassen, ist stillos. Die Finger hinter­lassen unap­pe­tit­liche Abdrücke am Glas.

Affektiert:

Der abste­hende kleine Finger trübt zwar nicht die Freude am Wein, lässt jedoch auf einen geküns­telten Stil­willen schließen.

 

Quelle: www.weinkenner.de

Kleiner Hochzeits – Knigge

Knigge für das Brautpaar

Die Einladung
Im Multimedia-Zeitalter mag man sich dazu verleiten lassen, Emails oder Faxe zu versenden. Jedoch werden die Hochzeitseinladungen etwa vier bis sechs Wochen vor dem Trauungstermin auf den traditionellen Postweg gebracht. Für die geladenen Gäste ist es dabei besonders hilfreich, wenn darin Hinweise bezüglich Dresscode und Geschenke enthalten sind. Des Weiteren kann man mit Zusätzen wie „Getränke auf eigene Rechnung“ oder „Zimmer im Hotel 60 Euro“ die Gäste auf eine Beteiligung an den Kosten vorbereiten.

Die Geschenkliste
Selbst wenn es etwas Überwindung kostet, konkrete Wünsche zu äußern, so sind doch alle Gäste über Vorschläge dankbar – ob über eine traditionelle Liste, eine im Internet oder als Geschenktisch im Fachgeschäft. Denn so können sie dem Brautpaar wirklich eine Freude bereiten. Die Geschenkideen sollten so gewählt sein, damit für jedes Budget etwas dabei ist. Paare, die bereits einen kompletten Hausstand besitzen und sich deshalb Geldpräsente wünschen, ist es sinnvoll, wenn diese direkt darauf hinweisen. Schön ist, wenn gleich mitgeteilt wird, welchen Wunsch sich das Brautpaar vom gesammelten Geld erfüllen möchte.

Die Gästeliste
Die Frage, wer zur Hochzeit eingeladen wird, ist schwierig. Zu den Gästen sollten unbedingt diejenigen Personen zählen, die man wirklich gerne dabei haben möchte. Familiäre Verpflichtungen und Vorgaben sind hinten anzustellen. Sicherlich lässt es sich dennoch nicht umgehen, einige Kompromisse einzugehen. Um Unstimmigkeiten im Familienkreis zu verhindern, ist es sinnvoll, wenn die Gästeliste mit beiden Elternpaaren der Brautleute durchgesprochen wird. Bei der Frage, ob ehemalige Partner des Brautpaares eingeladen werden sollten, ist entscheidend, welches Verhältnis beide Partner nun mit diesen pflegen.

Der Abschied
Wie sich das Brautpaar schließlich von der Gesellschaft verabschiedet, steht ihm völlig frei. Die Abreise in die Flitterwochen im Anschluss an die Feier bietet eine gute Gelegenheit, das Fest mit einer großen offiziellen Abschiedsszene zu verlassen. Es ist jedoch ebenso gestattet, dass sich das Paar still und unbemerkt auf den Heimweg macht. Auf diese Weise wird die Feierstimmung der Gäste nicht durch Abschiedsworte getrübt und diese können auch ohne das Brautpaar weiterfeiern.

Die Danksagung
Spätestens zwei Wochen nach der Hochzeit oder nach der Rückkehr aus den Flitterwochen sollten die Dankesschreiben verschickt werden. Alle Hochzeitsgäste und Gratulanten erhalten eine Danksagung. Diese sollte ein hübsches Bild des Brautpaares sowie eine lobende Erwähnung des jeweiligen Hochzeitsgeschenkes enthalten. Eine nette Geste ist es außerdem, ein paar Schnappschüsse beizulegen, auf denen der betreffende Gast zu sehen ist.

Knigge für die Gäste

Die Einladung
Auf eine Antwort sollte man das Brautpaar nicht allzu lange warten lassen, da die Zahl der Gäste bei vielen Punkten der Vorbereitung eine entscheidende Rolle spielt. Spätestens zum angegebenen Rückantworttermin sollte man dem Brautpaar Bescheid geben, ob man zur Feier erscheinen wird oder nicht. Auch wenn ein Gast sein Kommen nicht sicher zusagen kann, sollte er das brautpaar darüber informieren. Überhaupt nicht auf die Einladung zu reagieren zeugt jedoch von schlechten Manieren. Zudem sollte man genau darauf achten, zu welchem Teil der Hochzeitsfeier geladen wurde, denn manche Brautleute teilen ihre Hochzeitsgesellschaft auf und laden einen Teil zum Empfang, einen anderen zum Essen und einen weiteren zur Party am Abend. Also lesen Sie die Einladung genau durch, damit keine unangenehmen Missverständnisse entstehen.

Die Festkleidung
Weiß ist die Farbe der Braut und bleibt an diesem Tag nur ihr vorbehalten. Kleidungsstücke in allen Farbstufen von Weiß und Champagner sind an diesem Tag für andere Frauen tabu und müssen daher im Kleiderschrank bleiben. Selbstverständlich sollte die Garderobe dem Anlass angemessen gewählt werden – auf Dresscodes kann bereits die Einladung hinweisen – dennoch sollte man es mit dem Styling nicht übertreiben. Denn schließlich sollen Braut und Bräutigam an diesem Tag im Mittelpunkt stehen. Für Herren empfiehlt sich ein dunkler Anzug. Hier verlangt es der Stil, dass das Jackett erst abgelegt wird, wenn der Bräutigam dieses abgelegt hat.

Die Geschenkübergabe
Auch wenn man bereits nach dem Kirchenauszug das Paar zur Vermählung beglückwünscht, wartet man mit dem Überreichen der Geschenke bis zur Feier, die anschließend stattfindet. Dort wird meist ein Geschenktisch bereit gestellt, auf dem die Gäste ihre Präsente ablegen können. Um dem Paar hinterher ein Rätselraten über die Spender zu ersparen, sollte man eine Karte mit dem Namen des schenkenden Gastes beilegen. Geldgeschenke sind bei Brautpaaren stets willkommen und kein Zeugnis von mangelndem Einfallsreichtum. Das Geld sollte zur Überreichung so „verpackt“ sein, dass man den Betrag nicht direkt erahnen kann.

Der Eröffnungstanz
Zu einer gelungen Musikauswahl als Eröffnungstanz würden viele gerne direkt das Tanzbein schwingen. Dieser Moment gehört jedoch allein dem Brautpaar. Nach einer Weile werden dann die Eltern hinzugeholt. Die Braut tanzt mit dem Schwiegervater, der Bräutigam mit der Schwiegermutter. Daraufhin werden die anderen Gäste zum Tanz eingeladen. Fordern Braut oder Bräutigam zu einem Tanz auf, verbietet es die Höflichkeit, dies abzulehnen.

Die absoluten Don’ts
Auf Mobiltelefone ist an diesem Tag, so weit es geht, zu verzichten. Nichts ist störender und ärgerlicher als ein Handyklingeln während der kirchlichen Trauungszeremonie. Selbst während der Feier und des Festmenüs sollte es ausgeschalten oder zumindest lautlos gestellt werden. Gastqualitäten beweist man außerdem, indem man eigene Wünsche, sei es zur Tischordnung oder zum Menü, hinten anstellt. Möchte man – aus welchen Gründen auch immer – nicht lange auf dem Fest verweilen, ist es Sitte, sich erst nach dem Anschneiden der Hochzeitstorte zu verabschieden

Quelle: www.braut.de

Dresscode sommerlich festlich

Auch in Deutschland gibt es warme Sommertage und wer das Glück hat, seine Veranstaltung auf schönes, warmes Sommerwetter legen zu können, will selbstverständlich auf Eleganz und Chic nicht verzichten. Um festlich elegant aber nicht zu verspielt und sommerlich zu erscheinen, bedarf es etwas Fingerspitzengefühl.

Während der Sommer sich üblicherweise in hellen, leuchtenden Farben präsentiert, sind der Eleganz die dunklen Farbtöne vorbehalten. Der Dresscode sommerlich festlich und dennoch schick heißt, helle, dezente Farben und leichte Stoffe. Schließlich muss der Anzug nicht unbedingt aus warmem Woll-Gabardine sein, sondern ist ebenso edel und festlich, wenn er aus Seide hergestellt wurde.

Der Dresscode sommerlich festlich eignet sich im privaten Bereich hervorragend für eine Hochzeit, sofern sie an einem heißen Sommertag stattfindet. Bei einer offiziellen Veranstaltung wird die sommerlich festliche Kleiderordnung dann erwartet, wenn es sich beispielsweise um eine Theater- oder Kinopremiere bei hochsommerlichen Temperaturen handelt.

Wählen Sie Ihre Kleidung leicht und hell. Damen können ein einfarbiges oder ein dezent gemustertes Cocktailkleid anziehen und die Herren dürfen sich für einen hellen, einfarbigen Anzug entscheiden. Selbstverständlich kann aber auch ein dunkler Anzug getragen werden, wenn er aus einem leichten Seidenstoff gefertigt ist.

Wichtig ist, dass trotz der Sommerlichkeit die Eleganz nicht zu kurz kommt. Kurze Hosen, kurze Kleider und Röcke und kurzärmelige Hemden sind auf jeden Fall tabu.

Nicht erwünscht sind bei diesem Dresscode Sommerkleider mit großen Mustern oder gar ein T-Shirt. Ein festliches, leichtes Cocktailkleid, ein elegantes Abendkleid mit hauchdünner Spitze oder auch ein schickes Sommerkostüm sind angesagt. Statt dunkler Baumwollstoffe, kann zu hellen, pastellfarbigen Seidenstoffen gegriffen werden. Um übermäßiges Schwitzen zu vermeiden, ist Wert auf atmungsaktive, natürliche Stoffe zu legen.

Kombiniert wird das festliche, Sommer-Outfit mit hohen Schuhen, die allerdings geschlossen sein sollten. Sandaletten oder Sandalen sind zwar sommerlich, können aber nicht als elegant bezeichnet werden. Auch auf die hautfarbene Strumpfhose sollten Damen trotz warmer Temperaturen nicht verzichten.

Das Make-up ist freundlich und hell, aber nicht grell. Falls es am Abend auffrischt wird eine schicke Stola locker über die Schultern gelegt. Der Dresscode sommerlich festlich wird meist für eine elegante Gartenparty gewählt oder für eine Theaterpremiere.

Dresscode sommerlich festlich für Damen – Beispiele:

  • Festliches, Kostüm aus leichtem, hellem Sommerstoff
  • Elegantes, helles Cocktailkleid aus Seide
  • Schickes Abendkleid mit hauchdünner Spitze
  • Weiße oder pastellfarbige Bluse, einfarbig
  • Edle Stola oder schickes Jäckchen
  • Hautfarbene Nylonstrümpfe oder hautfarbige Feinstrumpfhose
  • Edle Pumps mit einer Absatzhöhe von circa sechs Zentimetern
  • Freundliches, dezentes Make-up
  • Nicht zu üppiger Schmuck

No Go’s: Minirock, Minikleid, Sommerkleid mit großem Muster, T-Shirt, Top, Jeanshose, farbige Nylonstrumpfhose, Söckchen jeder Art, nackte Beine, flache Schuhe ohne Absatz, High Heels mit einer Absatzhöhe über acht Zentimetern, Stiefel, auffälliges Disco-Make-up, üppiger Schmuck.

Herren tragen bei der Kleiderordnung sommerlich festlich einen eleganten Anzug, der ausnahmsweise nicht in Schwarz oder Dunkelblau, beziehungsweise Dunkelgrau gehalten sein muss, sondern auch in Weiß oder Beige sein darf. Passend zum Anzug wird ein einfarbiges, weißes oder helles Hemd gewählt und eine uni oder dezent gemusterte Krawatte.

Um der Festlichkeit Rechnung zu tragen, entscheiden sich Männer für einen edlen Anzugstoff, wie beispielsweise Seide. Der natürliche Stoff hat den weiteren Vorteil, dass er übermäßiges Schwitzen verhindert. Auch wenn es sehr heiß ist, sollte das Hemd unter dem Jackett lange Ärmel aufweisen. Die Anzugjacke wird nur auf ein Zeichen des Gastgebers hin abgelegt und eine dezente Krawatte oder Fliege ist ebenfalls Pflicht.

Dresscode sommerlich festlich für Herren – Beispiele:

  • Dunkler Anzug aus leichter Seide kombiniert mit einem hellen oder weißen Seidenhemd und einer dezent gemusterten Krawatte
  • Heller Anzug in Weiß oder Beige kombiniert mit einem hellen oder weißen Seidenhemd und einer dezent gemusterten Krawatte, passend zum Anzug
  • Herrensocken passend zum Anzug
  • Geschlossene Schnürschuhe ebenfalls zum Anzug passend.

Fauxpas: Jeans, Lederhose, kurze Hose, T-Shirt, Top, Polohemd, offenes Hemd, Hemd oder Anzug in grellen Farben, ohne Krawatte oder Fliege, Krawatte oder Fliege in leuchtender Farbe oder mit auffälligem Muster, Tennissocken, Sandalen, Turnschuhe, Cowboystiefel.

Tipps für den sommerlich festlichen Dresscode

  • Um die Festlichkeit zu unterstreichen sollten Körperschmuck, wie Piercings oder Tattoos, unsichtbar bleiben. Das heißt, das Piercing wird herausgenommen, das Tattoo wird von einem Kleidungsstück bedeckt.
  • Zur sommerlich festlichen Kleiderordnung gehören selbstverständlich auch gepflegte Fingernägel und eine ordentliche Frisur. Herren und Damen mit langen Haaren binden ihre Haare zusammen. Bei Frauen sieht eine Hochsteckfrisur nicht nur elegant aus, sondern sie verhindert gleichzeitig das Schwitzen.
  • Achten Sie bei der Kleiderwahl darauf, dass Sie nicht zu viele Farben oder zu viele Muster mischen. Wer sich für ein gemustertes Hemd entscheidet, sollte eine einfarbige Krawatte wählen und umgekehrt. Auch Damen tragen zum leicht gemusterten Kostüm eine einfarbige Bluse.
  • Wer leicht ins Schwitzen gerät und befürchtet, dass sein Deo versagt und auf dem Jackett oder der Kostümjacke unschöne Flecken entstehen, kann sich mit Achselpads behelfen. Diese Pads gibt es zum Aufkleben auf die Haut, zum Einkleben in die Textilien oder als Trägerpads.
  • Damit Anzug oder Kleid knitterfrei bleiben, sollten Sie beim Kauf einen hochwertigen Stoff wählen und die Kleidung besser in einem Fachgeschäft erwerben.

Quelle: www.dresscode-guide.de

Komplimente

Anerkennung – wenn, aber ehrlich!

 „Ein Kompliment ist eine freundliche, wohlwollende Äußerung gegenüber einer anderen Person, an der etwas positiv hervorgehoben werden soll. Das Kompliment kann sich aber auch als eine Form des „sich Einschmeichelns“ darstellen, um so beim Anderen aufgrund von positiven Bemerkungen Wohlwollen zu erwecken.“

Kompliment ist nicht gleich Kompliment

Wenn Sie ein Kompliment erhalten stellen Sie auf keine Fälle „Ihr Licht unter den Scheffel“. Ihre Erwiderung beim Café-Kränzchen: „Also ehrlich, das ist doch gar nichts Großartiges so eine Torte hinzubekommen“, macht Sie vor den anderen nur unnötig klein. Wenn Sie also für Ihre Konfiserie-Kunst ein aufrichtiges Kompliment erhalten, nehmen Sie dieses dankend an. Lächeln Sie zurück, vielleicht erwidern Sie sogar mit einem entsprechenden Kompliment.

Die größten Kompliment-Fettnäpfchen:

Das übertriebene Kompliment

„Ich habe noch nie einen so faszinierenden Menschen getroffen, wie dich“. Nehmen Sie dieses Kompliment ernst, nachdem das Date Ihrer Meinung nach völlig danebengegangen ist? „Das war die tollste Party, auf der ich je eingeladen war.“ Glauben Sie dies einer internationalen Jet-Setterin? Wenn Ihnen das Kompliment zu übertrieben vorkommt, seien Sie vorsichtig in Ihrer Reaktion.

Das eigennützige Kompliment

„Niemand kennt sich so gut mit Power Point aus, wie du! Kannst du nicht mal kurz über die Präsentation schauen, ich komm da nicht weiter?“ Hier können Sie davon ausgehen, dass Ihnen Honig um den Mund geschmiert werden soll. Der Kollege hofft darauf, dass Sie ihm aus der Patsche helfen. Mit solchen Köder-Komplimenten wird häufig versucht Arbeit an andere zu delegieren, um sich selbst vor dieser zu drücken. Seien Sie höflich, bedanken sich für das Kompliment, lassen Ihren Kollegen aber wissen, dass Sie selbst erst Ihre Arbeit erledigen müssen.

Zweideutige Komplimente

Manchmal entpuppen sich aber vermeintliche Komplimente auch als spitze Attacken gegen die eigene Person. Hier sollten Sie besonders auf der Hut sein. „Der neue Hosenanzug sieht toll an dir aus. Macht glatt 5 Kilo schlanker“. Eigentlich meint die Bekannte: Du solltest dringend etwas abspecken. „Ihr Briefentwurf für die neue Kampagne ist wirklich sehr gelungen. Da saßen Sie bestimmt einige Tage dran.“ Leider scheint Ihr Chef keine hohe Meinung von Ihren Texterqualitäten zu haben.
Es ist also nicht immer alles Gold, was glänzt! Drum hören Sie genau hin, wenn Ihnen ein Kompliment gemacht wird.

Quelle: knigge.de

Kleiderordnung im Sommer

Männer
Don`ts: Muskel-Shirts sind unakzeptabel! Auch nackte Männerfüße in Sandaletten oder Badelatschen will niemand sehen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil das starke Geschlecht kaum bei der Pediküre anzutreffen ist. Städter sollten sich unbedingt die Kombination Shorts + Sandale + Herrensocke verkneifen. Denn das wäre dann wirklich ein Fall für eine etwaige „Stilpolizei“. Und: in einem solchen Outfit wird man keinen Römer durch die ewige Stadt flanieren sehen!
Dos: Langarmhemden, entweder aus kühler Sommerwolle, dünner Baumwolle oder luftigem Leinenstoff. Möglich wäre hier auch das klassisch geschnittene Pique-Hemd mit Kurzarm. Dazu lässt sich eine etwas weiter geschnittene Hose aus einem der drei Materialien kombinieren. Denn entgegen dem allgemeinen Glauben, kühlt eine lange, dünne Hose weit mehr durch den permanenten Luftstrom, der so an den Beinen entlang entsteht. Also Ventilation inklusive. In einem Anzug aus Baumwolle, Leinen oder besagter Sommerwolle – diese ist preislich etwas teurer – kommt niemand richtig ins Schwitzen. Wenn doch, kann dies an der Beimengung von Synthetikfasern liegen. Krawattenlos ist dann völlig in Ordnung, wenn der Träger stilvoll in einem leichten Jackett und Oberhemd den Sommer genießt.
Frauen
Don`ts: Auch bei hohen Celsius Graden darf frau sich nicht entkleiden. Deshalb ist bei öffentlichen Auftritten für die Damenwelt über 18 absolutes Tabu: Spaghettiträger und bauchfrei! Auch nackte Füße in Flip-Flops oder Schlappen sollte die Städterin umgehen. Viel besser eignen sich im Sommer zum Beispiel Slingpumps, die vorn geschlossen sind und hinten durch ein Riemchen gehalten werden.
Dos: Den hohen Temperaturen angemessen sind Kostüm oder Etuikleid aus einem leichten Baumwoll- oder Leinenstoff. Jetzt im Sommer gerne in helleren Farben. Wenn es schon ärmel- oder trägerlos sein soll, dann bietet sich die Kombination Kleid mit einem leichten Strickjäckchen an. Dieses kann leger über den Schultern getragen werden. So werden unerwünschte Achselblicke vermieden. Beim Tragen von T-Shirts sollte der dazu passende, leichte Sommerblazer nicht vergessen werden. Last but not least: bei Röcken sollte frau darauf achten, dass diese eine handbreit unter dem Knie enden. Denn auch hier gilt wie oben rum: der Mini bleibt den Teenagern vorbehalten!

Quelle: knigge.de

Urlaub in Deutschland

Bevor Urlauber in einen fremden Kulturkreis reisen, machen sie sich üblicherweise davor erst einmal schlau, welche Benimmregeln und Konventionen am Urlaubsort gelten und auf was man besonders achten soll. Darf man sich nun in der Öffentlichkeit die Nase putzen, wie sieht eine korrekte Begrüßung aus, welche Themen sind in einem Land tabu?

So und so nicht sollte man den Deutschen begegnen

Dass es Knigge-Ratgeber für asiatische oder afrikanische Länder gibt, ist für uns Deutsche selbstverständlich. Das Gleiche aber gibt es natürlich auch für Deutschland. Im „Deutschland-Knigge“ hat der Reisebuchverlag Lonely Planet die wichtigsten Do’s und Dont’s für einen Besuch in Deutschland aufgelistet.

Die Tipps und Regelhinweise sollen Deutschland-Reisende fit machen für den Umgang mit den „Einheimischen“. Für Deutsche ist dieser Ratgeber an einigen Stellen aufschlussreich und amüsant – auf den zweiten Blick aber an einigen Stellen auch sehr treffend.

Wussten Sie, dass wir Deutschen Smalltalk nicht mögen, unsere Radfahrer gefährlich werden können und öffentliche Trunkenheit bei uns verabscheut wird? Wir geben eine kleine Übersicht.

Darauf sollte man in Deutschland achten…

  • Diskutieren erwünscht
    Ernsthafte Diskussionen in der Öffentlichkeit sind in Deutschland erlaubt. Die Deutschen mögen es, über Politik und Philosophie zu reden. Smalltalk oder Geplauder schätzen sie dagegen nicht so sehr.
  • Immer schön formal bleiben
    Sprechen Sie Fremde mit dem formalen „Sie“ an. Ihr Gegenüber wird Sie dann schon wissen lassen, wenn Sie „Du“ sagen dürfen.
  • Händeschütteln
    Wenn man jemandem vorgestellt wird, sollte man ihm die Hand zur Begrüßung reichen – es nicht zu tun, wäre unhöflich.
  • Auf zum Geldautomaten
    Bargeld regiert in Deutschland. In vielen Restaurants kann man nicht mit Kreditkarte zahlen.
  • Vorstellen
    Am Anfang eines jeden Telefongesprächs sollte man seinen Namen nennen – auch wenn darauf die Frage „Sprechen Sie Englisch?“ folgt.
  • Und Prost
    Bevor man den ersten Schluck Bier nimmt, sollte man „Prosit“ sagen und dem Gegenüber dabei in die Augen schauen.

Das sollte man in Deutschland lassen…

  • Achtung Radfahrer
    Gehen Sie als Fußgänger nicht auf den rot markierten Radwegen. Man könnte Sie anfahren oder anschreien.
  • Alkohol
    Betrinken Sie sich nicht bis zur Peinlichkeit. Auch wenn das Bier gut fließt, öffentliche Trunkenheit ist hier verpönt.
  • Überqueren nach Maß
    Gehen Sie nicht unachtsam über eine Straße. Kein Einheimischer tut das. Sie könnten eine Strafe bekommen.
  • Guten Appetit
    Man sollte nicht mit dem Essen anfangen, bevor der Gastgeber „Guten Appetit“ gesagt hat.
  • Immer pünktlich sein
    Kommen Sie nicht zu spät – jeder andere wird pünktlich sein.
  • Blumen-Gruß
    Schicken Sie einem deutschen Freund niemals Lilien. Auch Nelken sind Trauer-Symbole.

Quelle: http://www.mz-web.de/5142716 ©2017

Der erste Eindruck zählt

Das Auftreten, der Habitus und eine natürliche Souveränität sind für die Karriere wichtiger als alle Zeugnisse – so das überraschende Ergebnis einer Studie der Universität Darmstadt.

Kinder aus „gutem“ Elternhaus haben es leichter. Von klein auf an die richtigen Umgangsformen gewöhnt, gelingt ihnen mit größerer Selbstverständlichkeit, was andere sich mühsam im Erwachsenenalter antrainieren.

Die Benimmregeln sind ein Spiegel der Zeit. Militärischer Drill, steifes Gehabe sind heute zum Glück nicht mehr gefragt. Wer seinem Gesprächspartner das Wort abschneidet, sich bei Tisch schlecht benimmt oder unpassend gekleidet ist, hat es jedoch auf dem Weg nach oben schwer. Denn egal, ob Treffen mit dem Chef, Kunden oder Kollegen – nach wie vor ist es der erste Eindruck, der zählt und sich im Nachhinein kaum revidieren lässt. Innerhalb von drei Sekunden entscheidet sich, ob andere mit Sympathie oder Antipathie reagieren.

Höflichkeit, Rücksichtnahme und Persönlichkeit heißen die Zauberworte für gute Umgangsformen. Um im Berufsleben zu punkten, sollte man sich auf jedem Parkett sicher bewegen, mit unvorhersehbaren Situationen und allen Gesellschaftskreisen zurechtkommen. Erst wer die Etikette genau kennt, kann damit jonglieren, ohne ins Fettnäpfchen zu tappen – darin sind sich Benimm-Experten einig.

 

 Quelle. FOCUS Money

Smalltalk

„Es ist wirklich eine hohe Kunst, ein Gespräch zu eröffnen und damit das Ping-Pong-Spiel Kommunikation zu starten. Es kann immer mal passieren, dass Sie bei einer Party neben dem langweiligsten Tischnachbarn sitzen, jemand, bei dem Sie keine Ahnung haben, worüber Sie sich mit ihm unterhalten sollen. Dann ist es am einfachsten, Sie greifen etwas aus der unmittelbaren Umgebung heraus. „Wie schmeckt Ihnen der Schweinebraten?“ Dazu kann jeder was sagen. Beginnen Sie das Gespräch aber nie direkt mit einer Frage. Geben Sie dem anderen Zeit, sich darauf einzustellen, dass er gleich etwas sagen muss, zum Beispiel indem Sie erst einmal feststellen: „Mhh, das riecht aber gut.“

Ein Thema, über das man immer ins Gespräch kommt, ist tatsächlich das Wetter. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Menschen immer mehr fürs Wetter interessieren. Sie können sich auch über Krankheiten unterhalten. Und ich habe schon wunderbare Gespräche über Sternzeichen geführt. Entscheidend ist, dass Sie ein Thema finden, dass der andere interessant findet. Es geht weniger darum, sich selbst gut darzustellen, als dem anderen die Möglichkeit zu geben, sich darzustellen und wohl zu fühlen. Im Prinzip ist das eine Form der psychologischen Dienstleistung: Sie öffnen dem anderen die Tür und lassen ihn höflich vorgehen. Wenn Sie beim Gegenüber punkten müssen, weil es sich zum Beispiel um den Chef Ihres Mannes oder die zukünftige Schwiegermutter handelt, geht es darum, Sympathien zu gewinnen.

Das funktioniert am besten, wenn Sie Gemeinsamkeiten feststellen, zum Beispiel: ‚Sie kommen aus München, ich auch.‘ Genauso gut ist es, wenn Sie eine Leidenschaft teilen – fürs Theater oder für Fußball.“

 Quelle: Jürgen Hesse, Büro für Berufsstrategie

Knigge für Video Conferencing

Sprechen! Sie! Deutlich!

Die Möglichkeit, jeden Teilnehmer gut zu verstehen, ist entscheidend für eine erfolgreiche Videokonferenz. Stellen Sie also vor einem Videomeeting sicher, dass die Mikrofone gut im Raum verteilt und richtig ausgerichtet sind. Fragen Sie zu Beginn des Meetings alle Teilnehmer, ob Sie gut zu hören sind. Sprechen Sie langsam und deutlich – insbesondere dann, wenn die Teilnehmer unterschiedliche Muttersprachen sprechen. Schalten Sie Ihr Mikrofon auf Stumm, wenn Sie nicht sprechen, um unerwünschte Hintergrundgeräusche zu vermeiden.

Je einfacher, desto besser

Das gilt ganz besonders für die Technologie von Videokonferenzen. Eine Technologie, die einfach in der Anwendung ist spielt eine große Rolle für ein erfolgreiches Videomeeting. Wenn Sie zu einem Videomeeting einladen, stellen Sie sicher, dass die Instruktionen für die Einwahl einfach und verständlich beschrieben sind und die anderen Teilnehmer sich schnell und problemlos einwählen können.

 Schau mir in die Augen, Kleines

Ebenso ein guter Blickkontakt mit allen Teilnehmern des Videomeetings sehr wichtig. Schauen Sie Ihren Gesprächspartnern also auch über Video in die Augen. Überprüfen Sie schon vor dem Meeting die Kameraeinstellungen und stellen Sie sicher, dass jeder Teilnehmer gut auf dem Bildschirm zu sehen ist.

 Quelle: Computerwoche