Dresscode sommerlich festlich

Auch in Deutschland gibt es warme Sommertage und wer das Glück hat, seine Veranstaltung auf schönes, warmes Sommerwetter legen zu können, will selbstverständlich auf Eleganz und Chic nicht verzichten. Um festlich elegant aber nicht zu verspielt und sommerlich zu erscheinen, bedarf es etwas Fingerspitzengefühl.

Während der Sommer sich üblicherweise in hellen, leuchtenden Farben präsentiert, sind der Eleganz die dunklen Farbtöne vorbehalten. Der Dresscode sommerlich festlich und dennoch schick heißt, helle, dezente Farben und leichte Stoffe. Schließlich muss der Anzug nicht unbedingt aus warmem Woll-Gabardine sein, sondern ist ebenso edel und festlich, wenn er aus Seide hergestellt wurde.

Der Dresscode sommerlich festlich eignet sich im privaten Bereich hervorragend für eine Hochzeit, sofern sie an einem heißen Sommertag stattfindet. Bei einer offiziellen Veranstaltung wird die sommerlich festliche Kleiderordnung dann erwartet, wenn es sich beispielsweise um eine Theater- oder Kinopremiere bei hochsommerlichen Temperaturen handelt.

Wählen Sie Ihre Kleidung leicht und hell. Damen können ein einfarbiges oder ein dezent gemustertes Cocktailkleid anziehen und die Herren dürfen sich für einen hellen, einfarbigen Anzug entscheiden. Selbstverständlich kann aber auch ein dunkler Anzug getragen werden, wenn er aus einem leichten Seidenstoff gefertigt ist.

Wichtig ist, dass trotz der Sommerlichkeit die Eleganz nicht zu kurz kommt. Kurze Hosen, kurze Kleider und Röcke und kurzärmelige Hemden sind auf jeden Fall tabu.

Nicht erwünscht sind bei diesem Dresscode Sommerkleider mit großen Mustern oder gar ein T-Shirt. Ein festliches, leichtes Cocktailkleid, ein elegantes Abendkleid mit hauchdünner Spitze oder auch ein schickes Sommerkostüm sind angesagt. Statt dunkler Baumwollstoffe, kann zu hellen, pastellfarbigen Seidenstoffen gegriffen werden. Um übermäßiges Schwitzen zu vermeiden, ist Wert auf atmungsaktive, natürliche Stoffe zu legen.

Kombiniert wird das festliche, Sommer-Outfit mit hohen Schuhen, die allerdings geschlossen sein sollten. Sandaletten oder Sandalen sind zwar sommerlich, können aber nicht als elegant bezeichnet werden. Auch auf die hautfarbene Strumpfhose sollten Damen trotz warmer Temperaturen nicht verzichten.

Das Make-up ist freundlich und hell, aber nicht grell. Falls es am Abend auffrischt wird eine schicke Stola locker über die Schultern gelegt. Der Dresscode sommerlich festlich wird meist für eine elegante Gartenparty gewählt oder für eine Theaterpremiere.

Dresscode sommerlich festlich für Damen – Beispiele:

  • Festliches, Kostüm aus leichtem, hellem Sommerstoff
  • Elegantes, helles Cocktailkleid aus Seide
  • Schickes Abendkleid mit hauchdünner Spitze
  • Weiße oder pastellfarbige Bluse, einfarbig
  • Edle Stola oder schickes Jäckchen
  • Hautfarbene Nylonstrümpfe oder hautfarbige Feinstrumpfhose
  • Edle Pumps mit einer Absatzhöhe von circa sechs Zentimetern
  • Freundliches, dezentes Make-up
  • Nicht zu üppiger Schmuck

No Go’s: Minirock, Minikleid, Sommerkleid mit großem Muster, T-Shirt, Top, Jeanshose, farbige Nylonstrumpfhose, Söckchen jeder Art, nackte Beine, flache Schuhe ohne Absatz, High Heels mit einer Absatzhöhe über acht Zentimetern, Stiefel, auffälliges Disco-Make-up, üppiger Schmuck.

Herren tragen bei der Kleiderordnung sommerlich festlich einen eleganten Anzug, der ausnahmsweise nicht in Schwarz oder Dunkelblau, beziehungsweise Dunkelgrau gehalten sein muss, sondern auch in Weiß oder Beige sein darf. Passend zum Anzug wird ein einfarbiges, weißes oder helles Hemd gewählt und eine uni oder dezent gemusterte Krawatte.

Um der Festlichkeit Rechnung zu tragen, entscheiden sich Männer für einen edlen Anzugstoff, wie beispielsweise Seide. Der natürliche Stoff hat den weiteren Vorteil, dass er übermäßiges Schwitzen verhindert. Auch wenn es sehr heiß ist, sollte das Hemd unter dem Jackett lange Ärmel aufweisen. Die Anzugjacke wird nur auf ein Zeichen des Gastgebers hin abgelegt und eine dezente Krawatte oder Fliege ist ebenfalls Pflicht.

Dresscode sommerlich festlich für Herren – Beispiele:

  • Dunkler Anzug aus leichter Seide kombiniert mit einem hellen oder weißen Seidenhemd und einer dezent gemusterten Krawatte
  • Heller Anzug in Weiß oder Beige kombiniert mit einem hellen oder weißen Seidenhemd und einer dezent gemusterten Krawatte, passend zum Anzug
  • Herrensocken passend zum Anzug
  • Geschlossene Schnürschuhe ebenfalls zum Anzug passend.

Fauxpas: Jeans, Lederhose, kurze Hose, T-Shirt, Top, Polohemd, offenes Hemd, Hemd oder Anzug in grellen Farben, ohne Krawatte oder Fliege, Krawatte oder Fliege in leuchtender Farbe oder mit auffälligem Muster, Tennissocken, Sandalen, Turnschuhe, Cowboystiefel.

Tipps für den sommerlich festlichen Dresscode

  • Um die Festlichkeit zu unterstreichen sollten Körperschmuck, wie Piercings oder Tattoos, unsichtbar bleiben. Das heißt, das Piercing wird herausgenommen, das Tattoo wird von einem Kleidungsstück bedeckt.
  • Zur sommerlich festlichen Kleiderordnung gehören selbstverständlich auch gepflegte Fingernägel und eine ordentliche Frisur. Herren und Damen mit langen Haaren binden ihre Haare zusammen. Bei Frauen sieht eine Hochsteckfrisur nicht nur elegant aus, sondern sie verhindert gleichzeitig das Schwitzen.
  • Achten Sie bei der Kleiderwahl darauf, dass Sie nicht zu viele Farben oder zu viele Muster mischen. Wer sich für ein gemustertes Hemd entscheidet, sollte eine einfarbige Krawatte wählen und umgekehrt. Auch Damen tragen zum leicht gemusterten Kostüm eine einfarbige Bluse.
  • Wer leicht ins Schwitzen gerät und befürchtet, dass sein Deo versagt und auf dem Jackett oder der Kostümjacke unschöne Flecken entstehen, kann sich mit Achselpads behelfen. Diese Pads gibt es zum Aufkleben auf die Haut, zum Einkleben in die Textilien oder als Trägerpads.
  • Damit Anzug oder Kleid knitterfrei bleiben, sollten Sie beim Kauf einen hochwertigen Stoff wählen und die Kleidung besser in einem Fachgeschäft erwerben.

Quelle: www.dresscode-guide.de

Komplimente

Anerkennung – wenn, aber ehrlich!

 „Ein Kompliment ist eine freundliche, wohlwollende Äußerung gegenüber einer anderen Person, an der etwas positiv hervorgehoben werden soll. Das Kompliment kann sich aber auch als eine Form des „sich Einschmeichelns“ darstellen, um so beim Anderen aufgrund von positiven Bemerkungen Wohlwollen zu erwecken.“

Kompliment ist nicht gleich Kompliment

Wenn Sie ein Kompliment erhalten stellen Sie auf keine Fälle „Ihr Licht unter den Scheffel“. Ihre Erwiderung beim Café-Kränzchen: „Also ehrlich, das ist doch gar nichts Großartiges so eine Torte hinzubekommen“, macht Sie vor den anderen nur unnötig klein. Wenn Sie also für Ihre Konfiserie-Kunst ein aufrichtiges Kompliment erhalten, nehmen Sie dieses dankend an. Lächeln Sie zurück, vielleicht erwidern Sie sogar mit einem entsprechenden Kompliment.

Die größten Kompliment-Fettnäpfchen:

Das übertriebene Kompliment

„Ich habe noch nie einen so faszinierenden Menschen getroffen, wie dich“. Nehmen Sie dieses Kompliment ernst, nachdem das Date Ihrer Meinung nach völlig danebengegangen ist? „Das war die tollste Party, auf der ich je eingeladen war.“ Glauben Sie dies einer internationalen Jet-Setterin? Wenn Ihnen das Kompliment zu übertrieben vorkommt, seien Sie vorsichtig in Ihrer Reaktion.

Das eigennützige Kompliment

„Niemand kennt sich so gut mit Power Point aus, wie du! Kannst du nicht mal kurz über die Präsentation schauen, ich komm da nicht weiter?“ Hier können Sie davon ausgehen, dass Ihnen Honig um den Mund geschmiert werden soll. Der Kollege hofft darauf, dass Sie ihm aus der Patsche helfen. Mit solchen Köder-Komplimenten wird häufig versucht Arbeit an andere zu delegieren, um sich selbst vor dieser zu drücken. Seien Sie höflich, bedanken sich für das Kompliment, lassen Ihren Kollegen aber wissen, dass Sie selbst erst Ihre Arbeit erledigen müssen.

Zweideutige Komplimente

Manchmal entpuppen sich aber vermeintliche Komplimente auch als spitze Attacken gegen die eigene Person. Hier sollten Sie besonders auf der Hut sein. „Der neue Hosenanzug sieht toll an dir aus. Macht glatt 5 Kilo schlanker“. Eigentlich meint die Bekannte: Du solltest dringend etwas abspecken. „Ihr Briefentwurf für die neue Kampagne ist wirklich sehr gelungen. Da saßen Sie bestimmt einige Tage dran.“ Leider scheint Ihr Chef keine hohe Meinung von Ihren Texterqualitäten zu haben.
Es ist also nicht immer alles Gold, was glänzt! Drum hören Sie genau hin, wenn Ihnen ein Kompliment gemacht wird.

Quelle: knigge.de

Kleiderordnung im Sommer

Männer
Don`ts: Muskel-Shirts sind unakzeptabel! Auch nackte Männerfüße in Sandaletten oder Badelatschen will niemand sehen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil das starke Geschlecht kaum bei der Pediküre anzutreffen ist. Städter sollten sich unbedingt die Kombination Shorts + Sandale + Herrensocke verkneifen. Denn das wäre dann wirklich ein Fall für eine etwaige „Stilpolizei“. Und: in einem solchen Outfit wird man keinen Römer durch die ewige Stadt flanieren sehen!
Dos: Langarmhemden, entweder aus kühler Sommerwolle, dünner Baumwolle oder luftigem Leinenstoff. Möglich wäre hier auch das klassisch geschnittene Pique-Hemd mit Kurzarm. Dazu lässt sich eine etwas weiter geschnittene Hose aus einem der drei Materialien kombinieren. Denn entgegen dem allgemeinen Glauben, kühlt eine lange, dünne Hose weit mehr durch den permanenten Luftstrom, der so an den Beinen entlang entsteht. Also Ventilation inklusive. In einem Anzug aus Baumwolle, Leinen oder besagter Sommerwolle – diese ist preislich etwas teurer – kommt niemand richtig ins Schwitzen. Wenn doch, kann dies an der Beimengung von Synthetikfasern liegen. Krawattenlos ist dann völlig in Ordnung, wenn der Träger stilvoll in einem leichten Jackett und Oberhemd den Sommer genießt.
Frauen
Don`ts: Auch bei hohen Celsius Graden darf frau sich nicht entkleiden. Deshalb ist bei öffentlichen Auftritten für die Damenwelt über 18 absolutes Tabu: Spaghettiträger und bauchfrei! Auch nackte Füße in Flip-Flops oder Schlappen sollte die Städterin umgehen. Viel besser eignen sich im Sommer zum Beispiel Slingpumps, die vorn geschlossen sind und hinten durch ein Riemchen gehalten werden.
Dos: Den hohen Temperaturen angemessen sind Kostüm oder Etuikleid aus einem leichten Baumwoll- oder Leinenstoff. Jetzt im Sommer gerne in helleren Farben. Wenn es schon ärmel- oder trägerlos sein soll, dann bietet sich die Kombination Kleid mit einem leichten Strickjäckchen an. Dieses kann leger über den Schultern getragen werden. So werden unerwünschte Achselblicke vermieden. Beim Tragen von T-Shirts sollte der dazu passende, leichte Sommerblazer nicht vergessen werden. Last but not least: bei Röcken sollte frau darauf achten, dass diese eine handbreit unter dem Knie enden. Denn auch hier gilt wie oben rum: der Mini bleibt den Teenagern vorbehalten!

Quelle: knigge.de

Urlaub in Deutschland

Bevor Urlauber in einen fremden Kulturkreis reisen, machen sie sich üblicherweise davor erst einmal schlau, welche Benimmregeln und Konventionen am Urlaubsort gelten und auf was man besonders achten soll. Darf man sich nun in der Öffentlichkeit die Nase putzen, wie sieht eine korrekte Begrüßung aus, welche Themen sind in einem Land tabu?

So und so nicht sollte man den Deutschen begegnen

Dass es Knigge-Ratgeber für asiatische oder afrikanische Länder gibt, ist für uns Deutsche selbstverständlich. Das Gleiche aber gibt es natürlich auch für Deutschland. Im „Deutschland-Knigge“ hat der Reisebuchverlag Lonely Planet die wichtigsten Do’s und Dont’s für einen Besuch in Deutschland aufgelistet.

Die Tipps und Regelhinweise sollen Deutschland-Reisende fit machen für den Umgang mit den „Einheimischen“. Für Deutsche ist dieser Ratgeber an einigen Stellen aufschlussreich und amüsant – auf den zweiten Blick aber an einigen Stellen auch sehr treffend.

Wussten Sie, dass wir Deutschen Smalltalk nicht mögen, unsere Radfahrer gefährlich werden können und öffentliche Trunkenheit bei uns verabscheut wird? Wir geben eine kleine Übersicht.

Darauf sollte man in Deutschland achten…

  • Diskutieren erwünscht
    Ernsthafte Diskussionen in der Öffentlichkeit sind in Deutschland erlaubt. Die Deutschen mögen es, über Politik und Philosophie zu reden. Smalltalk oder Geplauder schätzen sie dagegen nicht so sehr.
  • Immer schön formal bleiben
    Sprechen Sie Fremde mit dem formalen „Sie“ an. Ihr Gegenüber wird Sie dann schon wissen lassen, wenn Sie „Du“ sagen dürfen.
  • Händeschütteln
    Wenn man jemandem vorgestellt wird, sollte man ihm die Hand zur Begrüßung reichen – es nicht zu tun, wäre unhöflich.
  • Auf zum Geldautomaten
    Bargeld regiert in Deutschland. In vielen Restaurants kann man nicht mit Kreditkarte zahlen.
  • Vorstellen
    Am Anfang eines jeden Telefongesprächs sollte man seinen Namen nennen – auch wenn darauf die Frage „Sprechen Sie Englisch?“ folgt.
  • Und Prost
    Bevor man den ersten Schluck Bier nimmt, sollte man „Prosit“ sagen und dem Gegenüber dabei in die Augen schauen.

Das sollte man in Deutschland lassen…

  • Achtung Radfahrer
    Gehen Sie als Fußgänger nicht auf den rot markierten Radwegen. Man könnte Sie anfahren oder anschreien.
  • Alkohol
    Betrinken Sie sich nicht bis zur Peinlichkeit. Auch wenn das Bier gut fließt, öffentliche Trunkenheit ist hier verpönt.
  • Überqueren nach Maß
    Gehen Sie nicht unachtsam über eine Straße. Kein Einheimischer tut das. Sie könnten eine Strafe bekommen.
  • Guten Appetit
    Man sollte nicht mit dem Essen anfangen, bevor der Gastgeber „Guten Appetit“ gesagt hat.
  • Immer pünktlich sein
    Kommen Sie nicht zu spät – jeder andere wird pünktlich sein.
  • Blumen-Gruß
    Schicken Sie einem deutschen Freund niemals Lilien. Auch Nelken sind Trauer-Symbole.

Quelle: http://www.mz-web.de/5142716 ©2017

Der erste Eindruck zählt

Das Auftreten, der Habitus und eine natürliche Souveränität sind für die Karriere wichtiger als alle Zeugnisse – so das überraschende Ergebnis einer Studie der Universität Darmstadt.

Kinder aus „gutem“ Elternhaus haben es leichter. Von klein auf an die richtigen Umgangsformen gewöhnt, gelingt ihnen mit größerer Selbstverständlichkeit, was andere sich mühsam im Erwachsenenalter antrainieren.

Die Benimmregeln sind ein Spiegel der Zeit. Militärischer Drill, steifes Gehabe sind heute zum Glück nicht mehr gefragt. Wer seinem Gesprächspartner das Wort abschneidet, sich bei Tisch schlecht benimmt oder unpassend gekleidet ist, hat es jedoch auf dem Weg nach oben schwer. Denn egal, ob Treffen mit dem Chef, Kunden oder Kollegen – nach wie vor ist es der erste Eindruck, der zählt und sich im Nachhinein kaum revidieren lässt. Innerhalb von drei Sekunden entscheidet sich, ob andere mit Sympathie oder Antipathie reagieren.

Höflichkeit, Rücksichtnahme und Persönlichkeit heißen die Zauberworte für gute Umgangsformen. Um im Berufsleben zu punkten, sollte man sich auf jedem Parkett sicher bewegen, mit unvorhersehbaren Situationen und allen Gesellschaftskreisen zurechtkommen. Erst wer die Etikette genau kennt, kann damit jonglieren, ohne ins Fettnäpfchen zu tappen – darin sind sich Benimm-Experten einig.

 

 Quelle. FOCUS Money

Smalltalk

„Es ist wirklich eine hohe Kunst, ein Gespräch zu eröffnen und damit das Ping-Pong-Spiel Kommunikation zu starten. Es kann immer mal passieren, dass Sie bei einer Party neben dem langweiligsten Tischnachbarn sitzen, jemand, bei dem Sie keine Ahnung haben, worüber Sie sich mit ihm unterhalten sollen. Dann ist es am einfachsten, Sie greifen etwas aus der unmittelbaren Umgebung heraus. „Wie schmeckt Ihnen der Schweinebraten?“ Dazu kann jeder was sagen. Beginnen Sie das Gespräch aber nie direkt mit einer Frage. Geben Sie dem anderen Zeit, sich darauf einzustellen, dass er gleich etwas sagen muss, zum Beispiel indem Sie erst einmal feststellen: „Mhh, das riecht aber gut.“

Ein Thema, über das man immer ins Gespräch kommt, ist tatsächlich das Wetter. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich die Menschen immer mehr fürs Wetter interessieren. Sie können sich auch über Krankheiten unterhalten. Und ich habe schon wunderbare Gespräche über Sternzeichen geführt. Entscheidend ist, dass Sie ein Thema finden, dass der andere interessant findet. Es geht weniger darum, sich selbst gut darzustellen, als dem anderen die Möglichkeit zu geben, sich darzustellen und wohl zu fühlen. Im Prinzip ist das eine Form der psychologischen Dienstleistung: Sie öffnen dem anderen die Tür und lassen ihn höflich vorgehen. Wenn Sie beim Gegenüber punkten müssen, weil es sich zum Beispiel um den Chef Ihres Mannes oder die zukünftige Schwiegermutter handelt, geht es darum, Sympathien zu gewinnen.

Das funktioniert am besten, wenn Sie Gemeinsamkeiten feststellen, zum Beispiel: ‚Sie kommen aus München, ich auch.‘ Genauso gut ist es, wenn Sie eine Leidenschaft teilen – fürs Theater oder für Fußball.“

 Quelle: Jürgen Hesse, Büro für Berufsstrategie

Knigge für Video Conferencing

Sprechen! Sie! Deutlich!

Die Möglichkeit, jeden Teilnehmer gut zu verstehen, ist entscheidend für eine erfolgreiche Videokonferenz. Stellen Sie also vor einem Videomeeting sicher, dass die Mikrofone gut im Raum verteilt und richtig ausgerichtet sind. Fragen Sie zu Beginn des Meetings alle Teilnehmer, ob Sie gut zu hören sind. Sprechen Sie langsam und deutlich – insbesondere dann, wenn die Teilnehmer unterschiedliche Muttersprachen sprechen. Schalten Sie Ihr Mikrofon auf Stumm, wenn Sie nicht sprechen, um unerwünschte Hintergrundgeräusche zu vermeiden.

Je einfacher, desto besser

Das gilt ganz besonders für die Technologie von Videokonferenzen. Eine Technologie, die einfach in der Anwendung ist spielt eine große Rolle für ein erfolgreiches Videomeeting. Wenn Sie zu einem Videomeeting einladen, stellen Sie sicher, dass die Instruktionen für die Einwahl einfach und verständlich beschrieben sind und die anderen Teilnehmer sich schnell und problemlos einwählen können.

 Schau mir in die Augen, Kleines

Ebenso ein guter Blickkontakt mit allen Teilnehmern des Videomeetings sehr wichtig. Schauen Sie Ihren Gesprächspartnern also auch über Video in die Augen. Überprüfen Sie schon vor dem Meeting die Kameraeinstellungen und stellen Sie sicher, dass jeder Teilnehmer gut auf dem Bildschirm zu sehen ist.

 Quelle: Computerwoche

 

 

Kleiner Garten-Knigge

Nach dem langen Winter werden alle Anzeichen der wärmeren Jahreszeit begeistert begrüßt: Vielleicht reicht der Sonnenschein bereits, um doch schon mal den Grill anzuwerfen…? Was den einen Gartenbesitzer freut, ist oftmals des anderen Leid.

Angesichts dichter Rauchschwaden von Nachbars Grill, begeisterten Kindern beim ersten Fußballspiel im Freien und dem Rattern des Rasenmähers, der auch schon Frühlingsluft schnuppern soll, wünscht sich so mancher den (ruhigen) Winter zurück. Für einen harmonischen Start in den Frühling lohnt es sich daher, den kleinen Garten-Knigge mit aktuellen Infos über Grillen, Rasenmähen und Kinderlärm zu beachten.

In der warmen Jahreszeit, wenn das Leben mehr im Garten oder auf der Terrasse als im Wohnzimmer stattfindet, sind in der Nachbarschaft vermehrt Rücksichtnahme und Toleranz gefordert. Besonders beim Grillen kommt es häufig zum Streit, denn Würstchenduft und Rauchschwaden machen am Gartenzaun nicht Halt. „Ein gesetzliches Verbot gegen Grillen gibt es nicht. Die Grundregel lautet: Solange es die Gemeinschafts- bzw. Hausordnung nicht verbietet, steht dem gelegentlichen Brutzeln von Würstchen nichts im Wege. Allerdings ist jeder verpflichtet, darauf zu achten, dass dabei nicht zu viel Qualm entsteht und dieser nicht in Nachbars Wohnung zieht“, so die D.A.S. Juristen. Auch von Seiten der Gerichte gibt es keine eindeutigen Vorgaben. So hängt es immer vom Einzelfall ab, ob ein Richter das Grillen untersagt, zeitlich und oder örtlich begrenzt oder ohne Einschränkung gestattet. Maßgebend für die Entscheidung sind insbesondere Lage und Größe des Gartens, die Häufigkeit des Grillens und der verwendete Grill (OLG Frankfurt, Az. 20 W 119/06). In jedem Fall muss derjenige, der sich vom Gebrutzel des Nachbarn beeinträchtigt sieht, eine Belästigung nachweisen – ein nicht immer einfaches Unterfangen. Um bereits im Vorfeld Streit zu vermeiden, ein Tipp der Rechtsschutzexperten: „Beachten Sie schon beim Aufstellen des Grills in welche Richtung der Rauch weht, damit Ihr Nachbar nicht Türen und Fenster schließen muss!“

Im Sommer wird’s lauter

Mit den ersten Sonnenstrahlen drängt alles ins Freie – da bleibt es nicht aus, dass es etwas lauter wird. Lärmbelästigung ist im Nachbarschaftsverhältnis einer der häufigsten Streitpunkte. Um Konflikten vorzubeugen, sollte man sich daher an die vorgeschrieben Ruhezeiten halten. Bei der Gartenparty deshalb ab 22 Uhr Musik und Gespräche dämpfen oder das Fest in die Wohnung verlagern. Und selbst wenn das Gras bereits Kniehöhe erreicht hat: Vor 7 Uhr morgens und nach 20 Uhr abends sowie ganztägig an Sonn- und Feiertagen müssen Rasenmäher und andere, lärmende Gartengeräte im Gartenhäuschen auf ihren Einsatz warten. Darüber hinaus gilt für bestimmte Geräte, wie z.B. für Laubbläser und Laubsammler, grundsätzlich auch ein Betriebsverbot in der Zeit von 7 Uhr bis 9 Uhr, von 13 Uhr bis 15 Uhr sowie 17 Uhr bis 20 Uhr. Dies sieht die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) so vor. In ihr sind die Betriebszeiten für Geräte und Maschinen geregelt. „In manchen Gemeinden gelten sogar noch strengere Regelungen“, klären die D.A.S. Juristen auf: „Auch ein Blick in die Hausordnung (meist als Anhang zum Mietvertrag oder bei Hausverwaltung oder Hausmeister erhältlich) kann sich lohnen, da diese ebenfalls oft abweichende Regeln vorgibt.“ Auskunft über die staatlich verordneten Ruhezeiten erteilt die jeweilige Gemeinde, zuständig sind dabei das Ordnungsamt oder die Umweltbehörde.

Lärm ist nicht gleich Lärm

Können Kinder endlich draußen wieder spielen und toben, bringt auch dies unweigerlich einen erhöhten Lärmpegel mit sich. Doch Vorsicht: „Kinderlärm ist keine Lärmbelästigung“, erläutern die D.A.S. Rechtsexperten. „Dazu hat das Oberverwaltungsgericht NW ein interessantes Urteil getroffen, laut dem junge Menschen die Möglichkeit zum Austoben haben müssen und die dabei entstehenden Geräusche grundsätzlich allen Menschen zumutbar sind (OVG NW, Az. 11 A 1288/85).“ Dennoch gilt für Eltern, ihren Kindern das Gebot zur Rücksichtnahme nahe zu bringen. Konkret: Die Garagenwand eignet sich nicht dauerhaft als Fußballtor, vielleicht kann man mal auf die Wiese ausweichen? Streitereien mit den Freunden können auch in normaler Lautstärke gelöst werden, Schreien führt nicht unbedingt schneller zum Erfolg. Und das Planschbecken ist auch nach der Mittagsruhe noch eine willkommene Abkühlung!

Verstehen Sie Spaß?

Auch ganz stille Nachbarn können freilich für eine Menge Ärger sorgen, beispielsweise durch eine allzu provokante Garten-Dekoration. Vielleicht muss der neu erworbene Gartenzwerg, der allen Betrachtern einen Vogel zeigt, ja nicht ausgerechnet mit Blickrichtung zum Nachbarn aufstellt werden? Das Arbeitsgericht Grünstadt hat hier nämlich keinen Spaß verstanden und die Entfernung des frechen Heinzelmännchens angeordnet (Az. 2a C 334/93). Ein nettes Gespräch über den Balkon oder Gartenzaun ist einem humorvollen und harmonischen Miteinander da sicherlich zuträglicher.

 

Quelle: HNA

 

Ostergrüße

Dürfen Eier nun geköpft werden oder nicht?

Ob zu Weihnachten, zu Neujahr oder eben zu Ostern – Grußkarten mit den besten Wünschen zum Anlass zu verschicken ist in der westlichen Welt durchaus noch gebräuchlich. Aber Vorsicht: Die säkularisierte Welt setzt sich auch hier immer öfter durch.

„Soll man oder soll man doch nicht?“ – diese Frage stellt sich kurz vor Ostern immer häufiger. Viele Menschen freuen sich zwar über die freien Tage zu Ostern, der religiöse Sinn dahinter ist ihnen jedoch oft unbekannt bzw. egal. Ostergrußkarten zu verschicken, erscheint deshalb manchmal deplaziert.

Egal welche Form Sie wählen, die Ostergrüße müssen rechtzeitig ankommen: bei geschäftlichen Kontakten bis spätestens Gründonnerstag, bei privaten Wünschen kann es auch der Karsamstag sein.

Eine besonders elegante Variante ist immer die Brief- oder Kartenform, wobei auch Karten in Briefumschläge verpackt werden sollten. Vordrucke und Floskeln sind tabu. Formulieren Sie besser paar persönlich gehaltene Sätze. Sie könnten beispielsweise an Ihre letzte Begegnung erinnern oder auch ein Treffen vorschlagen.

Ein No-Go, vor allem auf geschäftlicher Ebene, sind Kitschkarten. Greifen Sie indes zu Kunstdrucken mit Stil. Geschäftspapier ist ebenso unpassend.

Elektronische Ostergrüße?
Obwohl ohne E-Mails heutzutage nichts mehr geht, zu Ostern dürfen sie – auf geschäftlicher Ebene – einmal pausieren. Ostergrüße per Mail sollten nur in ganz privaten Rahmen erfolgen, diese geben Raum für längere Ausführungen zu persönlichen Ereignissen. Ostergrüße per SMS sind ein Privileg der Jugend – und zwar ausschließlich.

Besondere Aufmerksamkeit erringen Sie mit der Zustellung eines österlichen Blumenstraußes. In diesem Fall genügt ein kleines Billet mit Ostergrüßen.

Bedenken Sie, dass Ostergrüße eine christliche Gepflogenheit sind – religiös anders orientierte Menschen werden von Ostergrüßen befremdet sein – in diesem Fall sind Frühlingsgrüße ein Ausweg.  

Quelle: knigge2day.at

Hier einige Tipps zum stilvollen Eieressen:

 

Etikette ist nicht gleich Höflichkeit

Ein wichtiger Punkt: Etikette ist nicht gleich Höflichkeit. Sie bestimmt lediglich, wie wir uns technisch in der Gesellschaft richtig verhalten. Dabei spielt Höflichkeit zunächst keine Rolle. Allerdings ist es auffällig, dass Menschen, die das technische Verhalten zu hundert Prozent beherrschen, zuweilen an der Höflichkeit sparen. Dabei ist die Etikette keineswegs sinnlos. Im Gegenteil. Wir erlernen früher oder später, wie man sich in bestimmten Situationen verhalten soll, welche Konvention in verschiedenen Gesellschaftsbereichen herrscht und passen uns an. Wir geben uns also einen Rahmen für das Miteinander vor.

Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie man in der Öffentlichkeit seinen Mitmenschen gegenüber auftritt. Es geht nicht darum, sein Ego zu verbiegen. Vielmehr bedeutet es Rücksichtnahme auf ein stressfreies Miteinander. In der Öffentlichkeit sollte es selbstverständlich sein, anderen seine Hilfsbereitschaft anzubieten. Eine freundliche Begrüßung beim Betreten eines Raumes gehört ebenso dazu wie ein „Danke“ oder „Bitte“, wenn man etwas bekommen hat oder möchte.

Der tägliche Umgang mit Menschen ist durch Kommunikation geprägt. Wer nicht spricht, kann mit anderen kaum sinnvoll umgehen. Und ein „zivilisierter“ Miteinander bedeutet nicht immer das Einhalten einer steifen Etikette. Vielmehr kommt es darauf an, sich ein Repertoire verschiedener Verhaltensmustern anzueignen und bei Bedarf das passende auszuwählen.

Was bedeutet „Etikette“?

Wir benutzen den Begriff auch heute noch in seiner ursprünglichen Bedeutung. Der Begriff „Etikette“ kommt aus dem Französischen und bedeutet nichts anderes als „angeheftetes Zettelchen“. Ebensolche mussten Adlige tragen, die sich am königlichen Hofe aufhielten. Auf ihnen war der gesellschaftliche Rang des Betreffenden vermerkt – so wurde schnell klar, wer wen wie grüßen musste. Heutzutage verbindet man mit dem Begriff vor allem die Umgangsformen untereinander. Zudem gibt es die Etiketten auf Verpackungen.

Quelle: Focus online